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Ihr Ansprechpartner in der chirurgischen Hochschulambulanz ist Oberarzt Dr. med. U. Pohlen. Einen Termin für unsere Hochschulambulanz können Sie gerne unter Tel. (030) 8445 - 3081 vereinbaren.
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Portkathetersysteme (Portsystem)
Einführung
Einige Medikamente können nicht als Tablette geschluckt werden, sondern müssen als Infusion über die Vene gegeben werden. Für Patienten mit chronischen Krankheiten oder Krebs, die häufig Infusionen bekommen müssen, bietet sich die Implantation eines sog. Port-Systems an. Dabei handelt es sich um ein etwa 4cm großes Metallgehäuse (Portkammer), das unterhalb des Schlüsselbeins unter der Haut implantiert wird. Von ihm führt ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) in die zentralen Venen bis kurz vor dem Herzen. Die Kammer lässt sich durch die Haut gut tasten und ist oben von einer Silikonmembran verschlossen.
Um Medikamente über die Vene zu geben, kann dann mit einer speziellen feinen Nadel durch die Haut und die Membran in die Portkammer gestochen werden. Das ist für die Patienten - insbesondere bei "schlechten" Venen - deutlich angenehmer und für die Ärzte leichter, als jedes Mal in die Armvenen zu stechen.
Die Medikamente gelangen dann direkt ins Herz, auch das bietet Vorteile. So können Zytostatika (chemotherapeutische Medikamente), die die Venen am Arm bei üblicher Gabe mit der Zeit schädigen, besser dosiert werden. Die Verabreichung von Medikamenten wird wesentlich erleichtert. Auch eine künstliche Ernährung kann über ein Portsystem gegeben werden.
Operation
Die Implantation eines Portsystems ist ein kleiner operativer Eingriff, der in örtlicher Betäubung auch ambulant durchgeführt werden kann. Er dauert ca. 30-60 Minuten. In den ersten Tagen kann die Wunde noch etwas schmerzen, dagegen gibt es aber gut verträgliche Schmerzmittel. Danach beeinträchtigt der Port die allermeisten Patienten überhaupt nicht, die körperliche Belastbarkeit ist nach Wundheilung uneingeschränkt.
Die Port-Operation wird in unserer Klinik täglich von Mo. - Do. in der Hochschulambulanz durchgeführt. Sie können hier gerne eine Termin vereinbaren. Ihr Operateur wird weitere fragen gerne vor der Operation mit Ihnen besprechen.
Am Operationstag sollten Sie kein Auto fahren. Es ist also günstig, wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel benutzen, oder in Begleitung zu uns kommen.
Nachsorge und Handhabung
Bei der Handhabung ist unbedingt auf die entsprechende Hygiene zu achten. Nur geschulte Ärzte und Schwestern sollten den Port punktieren. Hierzu gibt es spezielle feine Nadeln, zuvor muß die Haut über dem Port gründlich desinfiziert werden. Infiziert sich das Portsystem muß es wieder herausgenommen werden, da sonst eine Blutvergiftung droht! Bei Schmerzen und Rötung im Bereich des Port muß unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Wird der Port vorübergehend nicht benutzt, muß er regelmäßig (ca. alle 3 Monate) gespült werden, damit er nicht verstopft. Ist die Behandlung abgeschlossen und wird der Port nicht mehr benötigt, kann er unter örtlicher Betäubung jederzeit wieder entfernt werden.
