Behandlungsschwerpunkte

Der Schwerpunkt unserer klinischen, operativen und wissenschaftlichen Tätigkeit liegt in der Viszeralchirurgie, speziell der komplexen onkologischen Viszeralchirurgie, sowie der Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen.

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Wir möchten Ihnen auf den folgenden Seiten die Schwerpunkte unsere Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie des Campus Benjamin Franklin der Charité—Universitätsmedizin Berlin fachlich näher bringen.

Unsere Schwerpunkte:

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Ein besonderer viszeralchirurgischer Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa und M. Crohn). Insbesondere komplizierte Verläufe bei Patienten, die auf eine konservative Therapie nicht mehr ansprechen, bedürfen sehr häufig einer chirurgischen Therapie. Hier können wir Ihnen das gesamte Spektrum der CED-Chirurgie anbieten (u.a. laparoskopische Koloproktomukosektomie). In unserer speziellen Sprechstunde wird individuell das beste Therapiekonzept für die Patienten entwickelt und ausführlich mit den Patienten besprochen.

Hervorzuheben ist die enge Kooperation mit unserer Klinik für Gastroenterologie: Einmal wöchentlich findet eine gemeinsame Konferenz speziell für CED-Patienten statt, in denen Patientenfälle diskutiert und dann ggf. der chirurgischen Therapie zugeführt werden. In vielen Fällen ist eine medikamentöse Behandlung auch nach der Operation nötig. Diese wird dann nach vorheriger Absprache durch die Kollegen der Gastroenterologie  fortgeführt. 

Patienten, die einen Anus praeter erhalten werden nicht allein gelassen sondern durch speziell geschultes Pflegepersonal bis zur selbständigen Versorgung unterstützt und angeleitet. 

Wir legen höchsten Wert auf die ambulante Anbindung unserer Patienten an unsere Klink und Sprechstunden, so dass wir durch die dadurch gewonnene Kontinuität auch bei Komplikationen zügig handeln können.

Endokrine Chirurgie

Die endokrine Chirurgie stellt einen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt unserer Klinik dar. Gemeinsam mit der Endokrinologischen und der Gastroenterologischen Klinik werden die Patienten interdisziplinär im Sinne eines Kompetenzzentrums nach den neuesten Erkenntnissen therapiert. Die Therapiekonzepte werden laufend in Form von klinischen Studien überprüft und aktualisiert.

Unsere Klinik hat folgende Schwerpunkte auf dem Gebiet der endokrinen Chirurgie:

Schilddrüsenchirurgie:

  • Benigne Knotenstruma
  • Morbus Basedow
  • Differenzierte Karzinome (papillär / follikulär) 
  • Medulläres Karzinom (MTC)
  • Anaplastisches, entdifferenziertes Karzinom
  •  Thyreoiditis
  •  Andere Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Lymphom-Manifestation in der Schilddrüse)

Nebenschilddrüsenchirurgie:

  • Primärer Hyperparathyreoidismus (pHPT)
  • Sekundärer (renaler) Hyperparathyreoidismus (sHPT)
  • Nebenschilddrüsenkarzinom

Nebennierenchirurgie:

  • Nebennierenrindenadenome (primäres Cushing-Syndrom, Morbus Conn (Hyperaldosteronismus), hormonell inaktive Tumoren (Inzidentalome))
  • Nebennierenmarktumoren (Phäochromozytome)
  • Nebennierenkarzinome

Neuroendokrine Tumoren des gastroenteropankreatischen Systems:

  • Karzinoide
  • Gastrinome
  • Insulinome
  • Vipome, Somatostatinome
  • Hormonell inaktive neuroendokrine Tumoren

Gefäßchirurgie

Schwerpunkt: Gefäßchirurgie

Sehr geehrte Frau Kolleginnen, sehr geehrte Herrn Kollegen,

in der Fachabteilung für Gefäßchirurgie am Campus Benjamin Franklin werden sämtliche gefäßchirurgische Eingriffe durchgeführt. Unsere besondere Expertise liegt in der Behandlung komplexer Pathologien der thorakalen und abdominellen Aorta. Offene Operationen an der thorakoabdominellen Aorta werden unter extrakorporaler Zirkulation durchgeführt.

Alternativ kommen sämtliche moderne endovaskulären Therapieverfahren zur Anwendung.

Als universitäres Krankenhaus der Maximalversorgung liegt der Fokus auf Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen und erhöhtem Risikoprofil.

Infrastruktur

  • Notfall-Zuweisung  (Rettungsstelle, Tel. +49 30 8445 3015)

  • Service-Sprechstunde  (Nachsorge operativer Patienten, ambulante Wundversorgung)

  • Stationäre Behandlung:  Stationen 48A/48B (40 Betten)

  • Intersdisziplinäre Operative Intensivstation (30 Betten)

  • Bildgebende Diagnostik  (Ultraschall, MRT, CT, CT-Angiographie, direkte Angiographie)

  • Interventionsradiologie  (PTA, Stents, temporäre Dialysekatheter)

  • Klinik für Nephrologie  (ambulante und stationäre Dialyse, stationäre Bildgebung bei Risikopatienten)

  • Klinik für Neurologie  (Stroke Unit, Diagnostik bei Carotis-OP, Neuro-MRT)

Sekretariat der Klinik für Gefäßchirurgie – Tel. +49 30 450 522 725

Notfall-Zuweisung

z.B. symptomatisches Aortenaneurysma, kritische Extremitätendurchblutung, Phlegmone, Dialyse-Shuntverschluß,

24h-Handy der Klinik für Gefäßchirurgie: +49 173 9135567

Gefäßsprechstunde

In dieser Sprechstunde erfolgt die Erstvorstellung eines Patienten zur Planung der Diagnostik, OP-Indikationsstellung, sowie die spätere Verlaufskontrolle. Auf Wunsch kann weitere apparative Diagnostik im Klinikum Benjamin Franklin organisiert werden. Seit kurzem ist auch eine ambulante bildgebende Diagnostik organisatorisch möglich geworden (MVZ Radiologie).

Hochschulambulanz Gefäßchirurgie – Anmeldung +49 30 450 522 725

Service-Sprechstunde, Patientenmanagement

Über das Patientenmanagement erfolgt die ambulante Vorbereitung, Diagnostik und Prämedikation vor elektiven Operationen und geplanter Aufnahme erst am OP-Tag. Postoperativ planen wir auf Wunsch eine Wiedervorstellung in der Service-Sprechstunde zur Nachsorge und Wundkontrolle.

Hochschulambulanz Gefäßchirurgie – Anmeldung +49 30 8445 4762

Stationäre Diagnostik und Therapie

Auf den chirurgischen Normalstationen 48A und 48B (40 Betten) werden Gefäßpatienten postoperativ betreut. Mit der interdisziplinären operativen Intensivstation 44i (30 Betten) stehen sämtliche Möglichkeiten moderner Intensivmedizin zur Verfügung.

Bei Hyperthyreose oder Niereninsuffizienz kann die bildgebende Diagnostik unter stationären Bedingungen durchgeführt werden, wahlweise und nach Risikoprofil auch in der Klinik für Nephrologie; Anmeldung erfolgt über die Gefäßsprechstunde.   

Station 48 A / Station 48 B  –  Telefon +49 30 8445 2620

Operative Intensivstation 44i – Telefon +49 30 450 551 505

OP-Vorbereitung

Die präoperative Diagnostik kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Zur Routine gehören EKG und Röntgen-Thorax. Präoperative Laborparameter beinhalten Elektrolyte, Kreatinin, Harnstoff, TSH, Quick/PTT, INR, kleines Blutbild und CRP. Aufbauend auf klinischen Tests und Duplexsonographie ist zur detaillierten Planung von offenen oder endovaskulären Verfahren in der Regel eine Schichtbildgebung erforderlich. Standard ist die CT-Angiographie. Bei speziellen Indikationen wird auch noch die klassische direkte Angiographie und die Phlebographie durchgeführt. Die zur OP-Planung nötigen digitalen Rekonstruktionen können bei extern angefertigten Untersuchungen mittels der Bild-CD berechnet werden.

Gefäßpatienten werden häufig aus verschiedenen Gründen mit Antikoagulanzien behandelt. Eine Operation unter Acetylsalicylsäure (ASS) stellt für Gefäßeingriffe heute kein Problem mehr dar. Operationen unter Clopidogrel werden zunehmend häufiger durchgeführt. Cumarine und neuartige Thrombin-Inhibitoren sollten, falls zeitlich möglich, auf ein niedermolekulares Heparin umgestellt werden. Bei bestimmten Indikationen kann das "Bridging" mit unfraktionierten Heparin unter stationären Bedingungen erfolgen. Vor Eingriffen mit Allgemeinanästhesie sollte Metformin wegen des Risikos einer Laktatazidose für 72h pausiert werden.

Nachsorge, Antikoagulation

Die postoperative ambulante Nachbehandlung kann in der Service-Sprechstunde durchgeführt werden. Sollte eine Indikation für eine stationäre Anschlussbehandlung, z.B. geriatrische Komplexbehandlung, oder eine AHB bestehen, wird diese über den Sozialdienst organisiert.

Eine gute Kommunikation mit Hausärzten und zuweisenden Kollegen ist uns besonders wichtig und für den langfristigen Therapieerfolg essentiell. Arztbriefe werden dem Patienten bei Entlassung mitgegeben. Zusätzlich suchen wir den persönlichen kollegialen Kontakt, um besondere Befunde und das postoperative Procedere zu besprechen.

Häufig ist nach Gefäßoperationen eine temporäre oder dauerhafte Antikoagulation erforderlich. Bei Eingriffen an der arteriellen Strombahn inklusive Kunststoff-Bypässen ist ASS als Monotherapie in der Regel ausreichend. Die Indikation wird gemeinsam mit dem niedergelassenen Kollegen kritisch abgewogen und regelmäßig überprüft. Besondere Faktoren wie z.B. ein Sturzrisiko müssen bedacht werden.

Koloproktologie

Wir können Ihnen und Ihren Patienten das gesamte Spektrum der diagnostischen und operativen Koloproktologie anbieten. In unserer wöchentlichen Sprechstunde befassen wir uns primär mit folgenden Krankheiten bzw. Symptomkomplexen:

  • Stuhlinkontinenz
  • Hämorrhoidalleiden
  • Analfissur
  • Analabszesse
  • Analfistel
  • Perianalthrombose
  • Marisken
  • Analkarzinom
  • Rektumkarzinom
  • Condylomata acuminata
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Folgende apparative Diagnostik steht uns zur Verfügung:

  • Rektoskopie
  • Pouchoskopie
  • Endosonographie

Lebermetastasen

Überblick

Im Verlauf von malignen Erkrankungen werden in bis zu 50% der Fälle Lebermetastasen beobachtet. Damit stellt die Leber die häufigste Lokalisation für Organmetastasen dar. Besonders kolorektale Malignome zeigen aufgrund ihrer venösen Drainage über die Pfortader hepatische Absiedlungen. Bei 20-25% aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom finden sich bereits zum Zeitpunkt der Diagnose synchrone Lebermetastasen. Im weiteren Verlauf entwickeln 30 – 60% der Patienten metachrone Metastasen in der Leber. Das Auftreten oder Vorhandensein von Lebermetastasen bestimmt im Wesentlichen die Prognose dieser Patienten. Unter Berücksichtigung prognostischer Faktoren besteht jedoch lediglich bei 30-40 % der Patienten mit Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms eine Indikation für eine chirurgische Resektion. Nach potentiell kurativer Leberresektion muß in 40-50 % mit einem Rezidiv in der Restleber gerechnet werden.

Neben der chirurgischen Resektion der Lebermetastasen haben sich daher in-situ-Ablationsverfahren wie die die Radiofrequenzablation (RFA) in den letzten Jahren als alternative Behandlungsmethoden hepatischer Metastasen und Tumore etabliert.

Therapieverfahren

Die Resektion ist weiterhin die Standardtherapie in der operativen Therapie von Lebermetastasen. An resezierenden Verfahren kommen in unserer Klinik atypische Resektionen, Lebersegmentresektionen, sowie Hemihepatektomien und erweiterte Leberresektionen zur Anwendung. In komplexen Fällen erfolgt eine computergestützte Planung anhand der Schnittbild-Diagnostik mit Rekonstruktion der individuellen Lebersegmente des Patienten und der vaskulären Versorgung.

Mit Verwendung der selektiven Pfortaderembolisation können wir präoperativ eine Leberhypertrophie ereichen und so auch Patienten mit geringem Restlebervolumen sicher operieren. Bei entsprechender Indikation führen wir Leberresektionen auch minimal-invasiv durch.

Neben der Resektion ist in unserer Klinik die Radiofrequenzablation als in-situ Ablationsverfahren seit vielen Jahren ein klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt. Bei der RFA werden Lebermetastasen durch Zufuhr thermischer Energie "in-situ" zerstört. Die RFA ist dabei geeignet, Tumore bei minimal-invasiver oder offener Anwendung vollständig und kontrollierbar thermisch zu zerstören. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie sind die präzise Diagnostik, die korrekte Indikationsstellung und die interdisziplinäre Erfahrung.

Klinische Anwendung

Die Entscheidung des Verfahrens - Leberresektion oder in-situ Ablation – wird interdisziplinär im Rahmen unserer Tumorkonferenz sowie mit dem Patienten ausführlich besprochen und individuell getroffen. Beide Verfahren werden überwiegend zur Therapie kolorektaler Lebermetastasen angewendet. In Einzelfällen können auch Lebermetastasen eines Mammakarzinoms oder anderer Malignome behandelt werden.

In Abhängigkeit des jeweiligen Leberbefundes wird eine in-situ Ablation sowohl perkutan, als auch offen im Rahmen einer Operation durchgeführt. Teilweise ist auch ein kombiniertes Verfahren aus RFA und Metastasen-Resektion sinnvoll.

Die perkutane in-situ Ablation erfolgt i.d.R. in einer Kurznarkose. Um ein optimales Monitoring zu gewährleisten wird die RFA  unter CT- oder MRT-Kontrolle durchgeführt. Die Therapie dauert je nach Größe und Anzahl der Metastasen zwischen 45 Minuten und 2 Stunden. Die stationäre Verweildauer beträgt etwa 2 Tage.

Eine offene in-situ Ablation im Rahmen einer Operation wird durchgeführt, wenn Lebermetastasen technisch nicht perkutan zu punktiere sind, oder andere Gründe für eine Operation sprechen (z.B. Nähe von Metastasen zu großen Lebergefäßen). Die operativ angewendete in-situ Ablation bietet die Möglichkeit einer optimalen Diagnostik mit intraoperativem Ultraschall. Zudem kann ein sog. Pringle-Manöver durchgeführt werden, um auch Metastasen in der Nähe großer Lebergefäße sicher zu abladieren. Für den Patienten bleibt trotz Operation der Vorteil eines parenchymsparenden und damit auch wiederholbaren Verfahrens. Die stationäre Verweildauer nach operativer in-situ Ablation beträgt etwa 10-12 Tage nach der Operation.

Welche Patienten können behandelt werden?

Die Indikation zur Durchführung einer Leberresektion, einer in-situ Ablation oder einer Kombination der Verfahren ist von verschiedenen Faktoren abhängig und wird individuell mit dem Patienten besprochen.

Für die perkutane Radiofrequenzablation sind Patienten in folgenden Situationen geeignet:

  • Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms oder Mammakarzinoms. Metastasen anderer Tumore können nur in Ausnahmefällen behandelt werden (z.B. Nierenzell-Ca., malignes Melanom).

  •  Primäre Lebertumore (HCC)

  • Ausschluß extrahepatischer Tumormanifestationen (Ausnahme: resektable extrahepatische Metastasen, z.B. solitäre Lungenfilia)

  • Erfolgreich operierter Primärtumor

  • Begrenzte Anzahl von Metastasen (i.d.R. weniger als 3)

  • Begrenzte Größe der Metastasen (i.d.R. kleiner als 3 cm)

     

Bei Tumorerkrankungen, die bei Metastasierung als systemische Erkrankung aufgefasst werden, ist eine in-situ Ablation aus unserer Sicht onkologisch nicht sinnvoll. Dies gilt z.B. für Karzinome des oberen GI-Traktes (Ösophagus-, Magen-, Gallengangs- , Gallenblasen- oder Pankreaskarzinom) oder für das Bronchialkarzinom.

Kontakt

Sie können Ihre Patienten jederzeit über die Sprechstunde für Lebermetastasen vorstellen: Chirurgische Hochschulambulanz, Dienstags, 08:30 – 10:30 Uhr (Tel. +49 30 450-522745). Zur Beurteilung benötigen wir nach Möglichkeit eine aktuelle Bildgebung der Leber (CT oder MRT) und einen Bericht über die Tumorerkrankung (z.B. Entlassungsbrief nach Operation).

Weitere Details finden Sie auf unserer Schwerpunktseite zu Lebermetastasen.

Minimalinvasive Chirurgie

Heutzutage können viele Eingriffe in der Allgemein-, Visceral- und Thoraxchirurgie als minimal invasive Operationen durchgeführt werden. In den letzten Jahren hat sich hier eine deutliche Erweiterung des Spektrums für minimal-invasive Eingriffe aufgetan.

In unserer Klinik werden eine Vielzahl von operativen Eingriffen heute standardmäßig in minimal invasiver Technik durchgeführt. Neben den Standardoperationen, wie z.B. Cholezystektomien und Leistenhernien-Operationen, liegt ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik in der minimal invasiven kolorektalen Chirurgie. Das Spektrum reicht dabei von Kolon-Segementresektion bis hin zur vollständigen Entfernung der Kolons und Rektums im Rahmen der Koloproktomukosektomie mit ileoanlaer Pouchanlage, z.B. bei der therapierefraktären Colitis Ulcerosa und der FAP.

Für den einzelnen Patienten wird vor Operation genau geprüft, ob ein minimal invasives Vorgehen möglich und sinnvoll ist. Probleme für die minimal invasive Durchführung von Eingriffen können z.B. Adhäsionen nach ausgeprägten abdominellen Voroperationen aber auch fortgeschrittene Tumorerkrankungen darstellen.

Folgende Operationen werden in unserer Klinik routinemäßig als minimal-invasive Eingriffe durchgeführt:

Kolon und Rektum

  • Hemikolektomie, erweiterte Hemikolektomien
  • Kolektomie
  • Koloproktomukosektomie mit ileoanaler Pouchanlage
  • Rektopexie / Resektionsrektopexie
  • Sigmaresektion

Magen

  • Fundoplikatio
  • Gastrektomie
  • Teilresektionen

Retroperitoneum

  • Adrenalektomie 

Bauchhöhle und Bauchwand

  • Adhäsiolyse / Bridenlösung
  • Appendektomie
  • Explorative Laparoskopie
  • Minimal-invasiver Narbenhernienverschluss (IPOM) 

Dünndarm

  • Ileozökalresektion
  • Segmentresektion

Halsregion

  •  Parathyreoidektomie  

Leistenregion

  •  Total extraperitoneale Hernioplastik (TEP)

Thorax und Mediastinum

  • Diagnostische Thorakoskopie
  • Lungenresektionen
  • Mediastonoskopie
  • Pleurodesen 
  •  

Leber und ableitende Gallewege

  •  Cholezystektomie

Onkologie

In unserer Klinik bildet die Behandlung onkologischer Krankheitsbilder einen der wichtigsten Schwerpunkte. Auf Grund der nachgewiesenen Expertise auf dem Gebiet der kolorektalen onkologischen Chirurgie und der Vielzahl von durchgeführten Operationen ist die Chirurgische Klinik Teil des zertifizierten intersdisziplinären Darmkrebszentrums (IDZ) und des Onkologischen Zentrums (Charité Comprehensive Cancer Center, CCCC). Neben allen Malignomen des Verdauungstraktes stellen Patienten mit  malignen Erkrankungen der endokrinen Organe (Schilddrüsenkarzinome, Nebennierenkarzinome und maligne endokrine Tumore des Pankreas) ein überdurchschnittlich großes Kollektiv in unserer Abteilung dar. Durch die enge Vernetzung der beteiligten Fachdisziplinen und die Verfügbarkeit aller intensivmedizinischen Therapiemodalitäten liegt ein Schwerpunkt auch auf der komplexen onkologischen Chirurgie beim älteren und  multimorbiden Patienten, die in ein multimodales Behandlungskonzept eingebettet ist. 

Durch multimodale Therapiekonzepte konnte für eine Vielzahl maligner Erkrankungen in großen Studien eine Prognoseverbesserung erreicht werden. Daher kommt der interdisziplinären Behandlung onkologischer Patienten eine zentrale Bedeutung zu. In der interdiziplinären Tumorkonferenz werden gemeinsam von Vertretern der Chirurgie, der Onkologie, Gastroenterologie und Strahlentherapie individuelle Therapie für jeden einzelnen Patienten festgelegt. Die Behandlung erfolgt anhand der etablierten Leitlinien und kann, immer im interdisziplinären Konsens, auch darüber hinausgehen.

Im Sinne einer übergeordneten Instanz nimmt das Onkologische Zentrum (Charité Comprehensive Cancer Center, CCCC) Aufgaben der Koordination von Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Rehabilitation sowie modernen Strategien zur Prävention und Früherkennung im Bereich der Onkologie wahr. Diese werden flankiert durch klinische, translationale und experimentelle Forschung. 

Bei einigen Malignomen zeigen die heute gültigen Therapiestandards unbefriedigende Ergebnisse in Hinblick auf das Überleben und die Lebensqualität der Patienten. In unserer Klinik wird daher intensiv sowohl grundlagenwissenschaftlich als auch klinisch an neuen Therapieoptionen für Malignome geforscht. Exemplarisch seien hier nur in-situ-Ablation von Lebertumoren und molekulare Ansätze zur Therapie des Pankreaskarzinoms und des kolorektalen Karzinoms genannt. Die enge Vernetzung von Klinik und Forschung ermöglicht den Einsatz innovativer Verfahren in der Tumortherapie, als Beispiele sei hier die intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) und die o. g. interventionellen Verfahren zur Behandlung von Lebermetastasen genannt.

Onkologische Patienten können in unseren Spezialsprechstunden vorgestellt werden. Neben der präoperativen Diagnostik und Beratung bieten wir auch eine wöchentliche Tumornachsorge in unserer Hochschulambulanz an, in der Patienten nach erfolgter Therapie ihres Malignoms betreut werden. Darüber hinaus stehen unsere Sprechstunden auch zur Einholung einer Zweitmeinung zur Verfügung.

Viszeralchirurgie

Die Schwerpunkte unserer Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie liegen in der Behandlung maligner Tumore des oberen und unteren Gastrointestinaltraktes und der operativen Versorgung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Neben den genannten Schwerpunkten versorgen wir routinemäßig das gesamte Spektrum viszeralchirurgischer Krankheitsbilder und führen die folgenden elektiven Operationen in unserer Klinik durch:

Kolon und Rektum:

  • Onkologische Kolonresektionen in einem multimodalem Therapiekonzept
  • Koloproktomukosektomie mit Ileoanaler Pouchanlage
  • Rektopexie / Resektionsrektopexie
  • Onkologische Rektumresektion undRektumexstirpation nach Holm
  • Sigmaresektion

Magen:

  • Fundoplikatio (Toupet, Nissen, Hemifundoplicatio)
  • Onkologische Gastrektomie
  • Magen-Teilresektionen, u.a. auch minimal-invasive Operationen bei GIST

Hernienversorgung:

  • OP nach Lichtenstein, Total extraperitoneale Hernioplastik (TEP), TAPP
  • IPOM (minimal invasive Narbenhernienversorgung), konventioneller Narbenhernienverschluss in Sublay-Technik

Dünndarmopeationen:

  • Ileozökalresektion 
  • Segmentresektion 

Retroperitoneum:

  • Adrenalektomie
  • Duodenum erhaltende Pankreaskopfresektion nach Beger-Frey
  • PankreaslinksresektionWhipple´sche OP / Pylorus erhaltende Pankreaskopfresektion nach Traverso Longmire
  • Drainage-Operationen

Halsregion:

  • Parathyreoidektomie
  • (Hemi-) Thyreoidektomie 

Thorax und Mediastinum:

  • abdomino-thorakale Ösophagusresektion
  • Diagnostische Thorakoskopie
  • Lungenresektionen
  • Mediastonoskopie
  • Pleurodesen  

Leber und ableitende Gallewege:

  • Biliodigestive Anastomose
  • Cholezystektomie (mit Gallengangrevision)
  • Leberresektionen (Hemihepatektomie, erweiterte Hemihepatektomie, anatomische und atypische Resektionen), ggf. in Kombination mit in-situ-Ablationsverfahren (s. Schwerpunktseite)

 

Ein Großteil der Operationen kann minimal-invasiv durchgeführt werden. Bei den benignen Erkrankungen erfolgen in der Regel die Eingriffe immer minimal invasiv. Bei den onkologischen kolorektalen Eingriffen wählen wir bei einem präoperativ lokal nicht fortgeschrittenen Befund im Tumorstaging ebenfalls ein minimal invasives Vorgehen.

Gemeinsam mit der Klinik für Gastroenterologie bilden wir an unserem Standort ein viszeralmedizinisches Zentrum, in dem in engem interdisziplinärem Austausch Patienten mit Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts behandelt werden.

Eine individuelle, interdiziplinäre und umfassende Behandlung:

Interdisziplinäre Tumorkonferenz

In unserer interdisziplinären Tumorkonferenz wird für jeden Patienten ein leitliniengerechtes und individuelles Therapiekonzept entwickelt.

Interdisziplinäres Darmkrebszentrum

Das zertifizierte interdisziplinäre Darmkrebszentrum sichert hohe Standards in der leitliniengerechten Therapie. Unsere Klinik bietet alle onkologischen viszeralchirurgischen Operationen bis hin zu Multiviszeralresektionen – ggf. zusammen mit den chirurgischen Nachbardisziplinen – an.

Gastroenterologische Kolloquium

Neben der onkologischen Viszeralchirurgie liegen weitere Schwerpunkte unserer Klinik in der Behandlung entzündlicher Darmerkrankungen. Das wöchentliche gastroenterologische Kolloquium, die enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Gastroenterologie und die tägliche Indikationsbesprechung ermöglicht es uns, für jeden Patienten konservative und operative Therapieoptionen abzuwägen und das optimale Therapieregime festzulegen. Wir bieten je nach Befund und Indikation laparoskopische und konventionelle Operationsverfahren an.

Interdisziplinären operativen Intensivstation

Auf unserer großen und modernen interdisziplinären operativen Intensivstation führen wir die früh-postoperative Betreuung der Patienten durch. Die enge Kooperation mit Einrichtungen der Frührehabilitation stellt die optimale Weiterbetreuung multimorbider oder geriatrischer Patienten sicher.

Patientenmanagement

Unser chirurgisches Patientenmanagement organisiert die präoperative chirurgische und anästhesiologische Vorbereitung und trägt so entscheidend dazu bei, den stationären Aufenthalt Ihrer Patienten optimal zu planen.


Kontakt zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Sekretariat und Anmeldung Allgemeinchirurgie

Telefon: +49 30 450-522722
Telefax: +49 30 450-7522902
E-Mail: allgemeinchirurgie-cbf(at)charite.de

Mo. - Do. 08:00 - 15:30 Uhr
Fr. 08:00 - 14:30 Uhr

Sekretariat und Anmeldung Gefäßchirurgie

Telefon: +49 30 450-522725
Telefax: +49 30 450-7522982
E-Mail: gefaesschirurgie(at)charite.de

Mo. - Do. 08:00 - 15:30 Uhr
Fr. 08:00 - 14:30 Uhr

Anschrift
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
D-12203 Berlin