Das Bild zeigt eine Ärztin am Schreibtisch, die einem Patienten ein Röntgenbild erklärt.

Nebenschilddrüsenchirurgie

Sie befinden sich hier:

Nebenschilddrüsenchirurgie

Neben den übrigen endokrinologischen Erkrankungen sind auch Krankheiten der Nebenschilddrüsen ein Schwerpunkt unserer Klinik. In erster Linie handelt es sich hierbei um Überfunktionen, aber auch Karzinome der Nebenschilddrüsen gehören zum operativen Spektrum unserer Abteilung. 

Eine Operationsindikation der Nebenschilddrüsen ist vor allem beim Hyperparathyreoidismus gegeben. Hierbei besteht eine Überfunktion einer oder mehrere Nebenschilddrüsen, was zu einer Hypercalcämie führt. Häufige Symptome eines Hyperparathyreoidismus sind Bauchschmerzen, Knochenschmerzen (bedingt durch die Demineralisation), Nierensteine sowie psychische Beschwerden wie Depressionen. Die präoperative Diagnostik beinhaltet obligat die Bestimmung von Calcium, Phosphat und Parathormon im Blut sowie eine Sonographie der Halsregion. 

     

  • Primärer Hyperparathyreoidismus
    •  

    • Ursache: meist ein singuläres Adenom einer der vier Nebenschilddrüsen
    • Operationsziel: Entfernung des Nebenschilddrüsenadenoms
    • Resektionsausmaß: Entfernung des Adenoms
    • Besonderheit: familiäre Häufung möglich (MEN-Syndrom)
    •  

  • Sekundärer Hyperparathyreoidismus
    •  

    • Ursache: meist eine Hyperplasie aller vier Epithelkörperchen auf dem Boden einer terminalen Niereninsuffizienz
    • Operationsziel: dauerhafte Beseitigung des Hyperparathyroidismus
    • Resektionsausmaß: komplette oder subtotale Resektion aller vier Nebenschilddrüsen
    •  

  • Nebenschilddrüsenkarzinom
    •  

    • Operationsziel: vollständige Entfernung der betroffenen Nebenschilddrüse sowie des benachbarten Schilddrüsenlappens und der lokoregionären Lymphknoten
    • Resektionsausmaß: Nebenschilddrüsenresektion, Hemithyreoidektomie, ipsilaterale Lymphadenektomie

Vorgehensweise an unserer Klinik

     

  • Sichtschonung der Nervi recurrentes
  • Operation mit Lupenbrille (2,5-fache Vergrößerung)
  • Ausschließlich Verwendung von bipolarer Koagulation (Vermeidung thermischer Recurrensschäden)
  • Fakultativer Einsatz des intraoperativen Neuromonitorings
  • Obligate Beteiligung eines erfahrenen endokrinen Chirurgen
  • Beim primären Hyperparathyreoidismus minimal-invasive Operation möglich, sofern keine zusätzliche Schilddrüsenerkrankung vorliegt (sonst gleichzeitige Therapie der Schilddrüsenerkrankung möglich)
  • Bei der minimal-invasiven Operation eines primären Hyperparathyreoidismus intraoperative Parathormon-Bestimmung zum Ausschluß eines zweiten Nebenschilddrüsen-Adenoms
  •  

Serviceangebote

Bei bereits ambulant vordiagnostizierten Patienten kann die Operationsplanung direkt über unser Chirurgisches Patientenmanagement erfolgen. Gemeinsam mit unseren Kollegen der Endokrinologischen Klinik werden die Patienten interdisziplinär betreut. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der Betreuung von Familien mit MEN-Syndromen (humangenetische Betreuung, molekulare Diagnostik + klinische Versorgung). Bei Planung über das Patientenmanagement werden die Patienten im Regelfall bereits am Aufnahmetag operiert. 


Kontakt zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Sekretariat und Anmeldung Allgemeinchirurgie

Telefon: +49 30 450-522722
Telefax: +49 30 450-7522902
E-Mail: allgemeinchirurgie-cbf(at)charite.de

Mo. - Do. 08:00 - 15:30 Uhr
Fr. 08:00 - 14:30 Uhr

Sekretariat und Anmeldung Gefäßchirurgie

Telefon: +49 30 450-522725
Telefax: +49 30 450-7522982
E-Mail: gefaesschirurgie(at)charite.de

Mo. - Do. 08:00 - 15:30 Uhr
Fr. 08:00 - 14:30 Uhr

Anschrift
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30
D-12203 Berlin