Leistenbruch

Auf den folgenden Seiten finden Sie ausführliche Informationen zur Behandlung eines Leistenbruchs. Wenn Sie sich bei uns beraten lassen möchten, können Sie sich gerne in unserer Sprechstunde vorstellen.

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Was ist ein Leistenbruch?

Der Leistenkanal verläuft schräg durch die Bauchdecke. In ihm befindet sich beim Mann der vom Hoden kommende Samenstrang mit seinen Blutgefäßen und Nerven, der in den Bauchraum eintritt und zur Prostata verläuft. Bei der Frau verläuft hier ein dünnes von der Gebärmutter kommendes Band.

Der Leistenbruch wird als Schwellung in der Leistenregion bemerkt, die ohne weitere Beschwerden auftreten oder sich durch Ziehen oder Schmerzen in der Leiste bemerkbar machen kann. Es handelt sich um eine häufige Erkrankung, die nur durch eine Operation beseitigt werden kann. Diese kann ambulant oder in einem kurzem Klinikaufenthalt von 1 bis 3 Tagen durchgeführt werden.


Weiterführende Informationen zum Leistenbruch

Wie entsteht ein Leistenbruch?

Leistenbrüche sind bei Männern wesentlich häufiger als bei Frauen. Bei einem Leistenbruch liegt eine Schwachstelle der Bauchdecke (Bruchlücke) entweder direkt am Leistenkanal oder in der unmittelbaren Nachbarschaft vor. Als Folge können Anteile von Bauchorganen (z. B. Darm) durch die Bruchlücke außerhalb der Bauchhöhle gelangen.

Dies kann Schmerzen und im  schlimmsten Fall auch zu einer Einklemmung des Darms im Leistenkanal zur Folge haben. Bei einer Einklemmung kann der Darm im schlimmsten Fall von der Blutzufuhr abgeschnitten werden und Teile davon absterben.

Welche Beschwerden treten beim Leistenbruch auf?

  • Vorwölbung in der Leistengegend
  • Bei Männern auch Schwellung/Vergrößerung des Hodensacks
  • Schmerzen in der Leistengegend bei körperlicher Anstrengung

Wenn eine oder mehrere der aufgeführten Veränderungen auftreten, sollte ihr Hausarzt aufgesucht werden.

Notwendige Untersuchungen

  • Körperliche Untersuchung
  • Ultraschall (selten)

Welche Operationsmöglichkeiten gibt es?

Flexibles Kunststoffnetz für Leistenbruch-Operation
Flexibles Kunststoffnetz für Leistenbruch-Operation

Minimal-invasive Technik:

TEP- oder TAPP-Operation Ist heutzutage die Methode der Wahl. Über einen kleinen Bauchschnitt am Nabel (10 mm) und zwei im Unterbauch (5 mm) wird der Leistenbruch wird von innen (also vom Bauchraum her) verschlossen. Der Verschluß der Bruchlücke der Bauchwand erfolgt durch ein Kunststoffnetz, das in der Bauchdecke verbleibt. Die TEP-Operation (total extraperitoneale Hernioplastik) und die TAPP-Operation (transabdominelle präperitoneale Hernioplastik) unterscheiden sich in technischen Details. Die Operation ist nur in Vollnarkose möglich.

Offene Methode mit Netz: Lichtenstein-Operation

Bei dieser Operationsmethode wird über einen Leistenschnitt operiert. Der Bruch wird mit einem körperverträglichen Kunststoffnetz verschlossen. Das Netz ist dünn und flexibel und wird vom Patienten nicht als Fremdkörper bemerkt. Die Operation ist auch in örtlicher Betäubung möglich. Offene

Methode mit Naht: Shouldice-Operation

Es wird ebenfalls über einen Hautschnitt im Bereich des Leistenbruchs die Bruchlücke in der Bauchwand durch spezielle Nahttechnik verschlossen. Durch diese speziellen Nähte wird die Bauchwand an der Stelle des Leistenbruchs doppelt gelegt und somit verstärkt, damit dort kein neuer Leistenbruch entstehen kann (sog. Shouldice-Operation). Die Operation ist in örtlicher Betäubung möglich.

Welche Risiken treten durch eine Operation auf?

Komplikationen bei Operationen des Leistenbruchs sind insgesamt selten und können in der Regel gut behandelt werden.

  • Wundinfektion
  • Verletzung von Hautnerven – ggf. chronische Schmerzen
  • Verletzung des Samenstrangs
  • Verletzung von Blutgefäßen mit Minderdurchblutung des Hodens

Kontakt zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

Sekretariat und Anmeldung Allgemeinchirurgie

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CharitéUniversitätsmedizin Berlin
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