Narbenbrüche

Auf den folgenden Seiten finden Sie ausführliche Informationen zur Behandlung von Narbenbrüchen. Wenn Sie sich bei uns beraten lassen möchten, können Sie sich gerne in unserer Sprechstunde vorstellen.

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Im Rahmen unserer Sprechstunde bieten wir Ihnen eine umfangreiche professionelle und individuelle Beratung an. 

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An unserer Klinik wird derzeit die klinische  Studie "AWARE" durchgeführt. Diese untersucht, in welchen Fällen Narbenbrüche operiert werden sollten. Haben Sie Interesse, als Patient an der Studie teilzunehmen und von der engmaschigen Betreuung zu profitieren? Weitere Informationen finden Sie hier.

Wie entstehen Narbenbrüche?

Narbenhernie, Grafik
Narbenbruch mit vorgefallenem Darm.

Im Bereich von Operationsnarben kann es nach einiger Zeit zu Schwachstellen in der Bauchdecke kommen. Dabei bilden sich sogenannte Bruchlücken, durch die Darmschlingen hindurchtreten, und die dann als Narbenbruch bezeichnet werden. Man kann mit einem Narbenbruch beschwerdefrei leben. Es besteht jedoch die Gefahr der akuten Einklemmung von Darmanteilen, so dass diese Darmanteile unter Umständen nicht mehr ausreichend durchblutet werden und absterben.

Fast jeder fünfte Patient erleidet nach einer großen Bauchoperation einen Narbenbruch. Ursachen für einen Narbenbruch sind Rauchen, Übergewicht, Störungen des Bindegewebsstoffwechsels, viele vorangegangene Bauchoperationen, Schwierigkeiten beim operativen Verschluss der Bauchdecke und Wundinfektion nach der Operation.


Weiterführende Informationen zu Narbenhernien

Welche Beschwerden und Symptome treten bei Narbenhernien auf?

Bemerkt man im Bereich einer ehemaligen Operationsnarbe eine Vorwölbung, die mit der Zeit auch an Größe zunehmen kann, ist das Vorliegen eines Narbenbruches wahrscheinlich. Diese Vorwölbungen können auch Beschwerden verursachen, insbesondere beim Husten, Stuhldrang oder körperlicher und sportlicher Tätigkeit. In der Regel kann man diese Vorwölbung gut in die Bauchhöhle zurückzudrücken. Treten allerdings plötzlich starke Schmerzen auf und lässt sich die Vorwölbung nicht mehr zurückdrücken, sollte umgehend ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Entscheidend ist die körperliche Untersuchung. Die Mehrzahl der Narbenbrüche kann durch Abtasten der Narbe festgestellt werden. Dabei kann der Arzt beurteilen, ob und wie leicht der Bruch in die Bauchhöhle zurückgedrückt werden kann. Ist der Bruch klein oder der Patient übergewichtig, kann der Narbenbruch mit einer Ultraschalluntersuchung oder – seltener – mit einer Computertomographie diagnostiziert werden.

Wie und wann wird operiert?

Haben Sie Beschwerden durch den Narbenbruch, sollten Sie sich einer Operation unterziehen, denn es gibt keine andere Möglichkeit, den Narbenbruch zu heilen. Zudem kann eine akute Einklemmung von Darmanteilen in der Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Allerdings sollte man nach Notfalloperationen oder bei Operationen mit Komplikationen etwa sechs Monate warten, damit die ursprüngliche Operationsnarbe ausheilen kann.

Verursacht der Narbenbruch allerdings keine Beschwerden, ist aktuell fraglich, ob eine Operation durchgeführt werden sollte. Die Charité - Campus Benjamin Franklin leitet eine deutschlandweite Studie (AWARE), die von der Deutschen Forschungsgesellschaft gefördert wird. Diese Studie wird zeigen, welche Patienten von einer Narbenbruch-Operation profitieren und helfen, unnötige Operationen zu vermeiden.

Die Standardoperation ist der offene Narbenbruchverschluss mit Kunststoffnetzverstärkung. Dabei wird die Operationsnarbe wieder geöffnet, der Darm in die Bauchhöhle verlagert und die Bruchlücke in der Bauchdecke verschlossen und durch Einlage eines Kunststoffnetzes verstärkt. Durch den Einsatz von Kunststoffnetzen ist das Wiederkehren des Bruches (Rezidiv) selten. Viele Narbenbrüche werden in unserer Klinik schonend mit sogenannter Schlüssellochchirurgie verschlossen. Dies geschieht ebenfalls mit Netzeinlage. Durch die http://flexikon.doccheck.com/de/Intraperitoneales_Onlay-MeshOperation mit Schlüssellochchirurgie werden die Schmerzen nach der Operation verringert, und die Patienten sind schneller körperlich belastbar.

Welche Risiken treten durch eine Operation auf?

Seltene Komplikationen sind Wundinfektionen; sehr selten sind Netzinfektionen und Verletzungen von Bauchorganen.

Was muss man nach einer Operation beachten?

Eine spezielle Nachsorge ist nicht erforderlich. Körperliche Belastungen sind bereits kurz nach der Operation möglich.

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CharitéUniversitätsmedizin Berlin
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