Das Bild zeigt einen Arzt am Tisch, der den Blutdruck einer jungen Patientin mit einem Blutdruckmessgerät misst.

Wie entsteht die Refluxkrankheit und welche Bedeutung hat ein Zwerchfellbruch?

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Der Mechanismus, der den übermäßigen Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre verhindern, ist ein komplexes Zusammenspiel aus verschiedenen Komponenten. Dabei spielen der Übergang von Speiseröhre (Ösophagus) und Magen sowie das Zwerchfell eine entscheidende Rolle. Das Zusammenspiel der Muskulatur im unteren Anteil der Speiseröhre und am Übergang zum Magen bildet dabei einen Verschlussmechanismus, der übermäßigen Rückfluss verhindert. Aufgrund der Verschlussfunktion werden diese Anteile der Speiseröhre auch „unterer Ösophagussphinkter“ genannt. Ein wesentliches Element für die Verschlussfunktion stellt auch der Winkel zwischen unterer Speiseröhre und der Kuppel des Magens dar. Dieser Winkel ist normalerweise spitz und kann durch anatomische Veränderungen abflachen. Das kann z.B. passieren, wenn ein Zwerchfellbruch vorliegt. 

Was ist ein Zwerchfellbruch und wie entsteht er?

Die Speiseröhre durchquert das Zwerchfell am Übertritt vom Brustraum in den Bauchraum an einer kleinen Öffnung. In dieser Öffnung wird die Speiseröhre durch eine feste Membran in Position gehalten und von den Zwerchfellschenkeln wie von einer Zwinge umschlossen.  Wenn die Membran ihre Stabilität verliert und sich die Öffnung am Zwerchfell weitet, dann können Anteile des Magens in den Brustkorb verlagert werden. Man spricht dann von einem Zwerchfellbruch (Hiatushernie): In den meisten Fällen liegt ein sogenannter Gleitbruch (axiale Hiatushernie) vor. Dieser Gleitbruch verstärkt den Reflux.

Wenn sich jedoch Teile des Magens neben der Speiseröhre durch die Öffnung im Zwerchfell schieben, liegt eine sogenannte paraösophageale Hernie vor, die unabhängig davon, ob Reflux besteht, im Allgemeinen operiert werden sollte.


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