Zwei Personen während einer Operation

Operation

Der Morbus Crohn kann weder chirurgisch noch medikamentös geheilt werden. Eine differenzierte Therapie ist daher zwingend erforderlich und bedarf entsprechender Erfahrung, die wir am Campus Benjamin Franklin seit Jahren vorhalten können. Die besten Heilungschancen bietet in der Regel eine Kombination aus medikamentöser und chirurgischer Therapie, weshalb jegliche Therapie in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Gastroenterologie erfolgt. Prinzipiell gilt der Grundsatz bei Operationen, nur so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig an Darmgewebe zu entfernen.

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Die operative Therapie des Morbus Crohn

Eine chirurgische Therapie ist nur im Falle von Komplikationen wie Stenosen, Fisteln und Abszessen oder infolge eines Versagens der medikamentösen Therapie indiziert. Ausnahme hiervon ist ein isolierter Befall des Überganges von den Dünn- in den Dickdarm, der sog. Ileocoekalbereich. Hier sollte gemäß der aktuellen Leitlinie der Europäischen Crohn/Colitis Vereinigung die Operation die bevorzugte Therapie sein. Grund hierfür ist, dass die Hälfte der Patienten nach der Operation langfristig keine oder nur geringe Beschwerden haben, zum Teil also quasi als geheilt angesehen werden können. Eine besondere Situation liegt bei einem Befall des Afters vor. Hier kann es durch rezidivierende Fisteln mit  Abszessen zu einer Schädigung des Schließmuskels mit entsprechenden Einschränkungen der Kontinenzleistung und Lebensqualität kommen. Oberstes Therapieziel ist hier der Schließmuskelerhalt mit voller Stuhlkontinenz. Eine individuell maßgeschneiderte Therapie ist in Anbetracht des komplexen Krankheitsbildes für den Therapieerfolg entscheidend. Während bei einem Befall des Darms überwiegend die entzündeten Darmabschnitte entfernt werden müssen, ist die Therapie von Fisteln am After weitaus komplexer und reicht bis hin zu plastischen Operationen für den Fistelverschluss. Am Campus Benjamin Franklin der Charité - Universitätsmedizin Berlin beherrschen wir als ein Zentrum für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen das gesamte operative Spektrum. Auch kommen am Campus Benjamin Franklin die neuesten Therapien wie z.B. die Stammzelltherapie bei Analfisteln zur Anwendung.


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