Aortenaneurysma

Das Gefäßzentrum der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist spezialisiert auf die Behandlung von Aussackungen der Brust- und Bauchschlagader.

Diese auch Aneurysma genannte Aussackung wird behandelt, um eine Zerreißung der betroffenen Schlagader zu verhindern.

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Die Hauptschlagader (Aorta) entspringt direkt am Herzen und transportiert das sauerstoffreiche Blut zu den Organen und Extremitäten. Sie ist die größte Arterie im menschlichen Körper.

Eine krankhafte Aussackung der Aorta wird Aortenaneurysma genannt. Je nach Lokalisation unterscheidet man das Aortenaneurysma des Brustraumes (thorakales Aortenaneurysma) von dem des Bauchraumes (abdominelles Aortenaneurysma). Das häufigste Aneurysma des Menschen ist das im Bauchraum.

Ab einer bestimmten Größe oder bei Beschwerden sollte man ein Aortenaneurysma behandeln. Hier bestehen mehrere Möglichkeiten der Behandlung.

Was ist ein Aortenaneurysma?

Die Hauptschlagader (Aorta) entspringt direkt am linken Herzen und transportiert das sauerstoffreiche Blut zu den Organen und Extremitäten. Sie ist die größte Arterie im menschlichen Körper. Sie verläuft zuerst bogenförmig (Aortenbogen) und dann gerade durch den Brustraum und den Bauchraum bis in das Becken. Dort teilt sie sich in die linke und rechte Beckenarterie.

Eine krankhafte Aussackung der Aorta wird Aortenaneurysma genannt. Je nach Lokalisation unterscheidet man das Aortenaneurysma des Brustraumes (thorakales Aortenaneurysma) von dem des Bauchraumes (abdominelles Aortenaneurysma). Sehr selten kann die Aorta in beiden Körperhöhlen sackförmig erweitert sein (thorako-abdominelles Aneurysma). Das häufigste Aneurysma des Menschen ist das im Bauchraum.

Was ist die Folge eines Aortenaneurysmas?

Aneurysmen haben sehr häufig die Tendenz zu wachsen. Ab einer gewissen Größe droht die Zerreißung (Ruptur). Eine solche Aortenruptur stellt ein lebensbedrohliches Krankheitsbild dar und kann zum Tode führen. Es empfiehlt sich deshalb ein Aortenaneurysma ab einer gewissen Größe in einem spezialisierten Zentrum auszuschalten. 

Welche Beschwerden macht es?

In den aller meisten Fällen keine. Man spricht in diesen Fällen von einem asymptomatischen Aneurysma. Und darin liegt die Gefahr. Sehr selten kann ein Aneurysma Rücken oder Bauchschmerzen verursachen. Eine drohende Ruptur macht sich dann allerdings häufig in Schmerzen bemerkbar. Man spricht dann von einem "symptomatischen Aneurysma". Die Aortenruptur selber ist sehr schmerzhaft und wird als Vernichtungsschmerz wahrgenommen. 

Muss man ein Aortenaneurysma behandeln?

Die Indikation zur Operation hängt im Wesentlichen vom Durchmesser und den Symptomen des Aneurysmas ab. Es empfiehlt sich ein Aortenaneurysma, auch wenn es keine Beschwerden verursacht, ab einer Größe von 5 cm im Bauchraum und 6 cm im Brustraum auszuschalten. Unter gewissen Umständen auch früher. Kleinere Aneurysmen müssen konsequent beobachtet werden.

Wie wird ein Aortenaneurysma behandelt?

Prinzipiell stehen zur operativen Behandlung des Aortenaneurysmas zwei unterschiedliche Therapiemethoden zur Verfügung. Das eine ist die offen-chirurgischen Operation. Dabei wird der sackförmige Teil der Aorta durch Kunststoff ersetzt. Die andere Methode ist die minimal-invasive Ausschaltung des Aneurysmas mit einer Stentprothese, welche über die Leistenarterien eingebracht wird. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile - aber für jede Patientin und jeden Patienten gibt es eine ideale und Therapieform. Wir erarbeiten für jede Patientin und jeden Patienten einen maßgeschneiderten Therapieplan und wenden dabei das gesamte Methodenspektrum an.


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