Behandlung von Magenkrebs

Auf den folgenden Seiten finden Sie ausführliche Informationen zur Behandlung von Magenkrebs. Wenn Sie sich bei uns beraten lassen möchten, können Sie sich gerne in unserer Sprechstunde vorstellen.

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Im Rahmen unserer Sprechstunde für spezielle onkologische Chirurgie bieten wir Ihnen eine umfangreiche professionelle und individuelle Beratung sowie die Möglichkeit zum Einholen einer Zweitmeinung  für Ihre die Tumorerkrankung an. Neben einer ambulanten Vorstellung könne wir die weiterführenden Diagnostik und Therapie bei uns im Haus einleiten.

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, können Sie sich gerne an folgende Telefonnummer wenden:

+49 30 450 522 722

Was ist Magenkrebs?

Der Magen ist ein im Oberbauch liegendes Organ, das die geschluckte Speise nach Umwandlung in Speisebrei portionsweise in Dünndarm zur weiteren Verdauung abgibt. Bei bösartiger Entartung zumeist von der Magenschleimhaut ausgehend, spricht man von Magenkrebs. Mit etwa 20 Neuerkrankungen pro 100.000 Menschen pro Jahr (entspricht etwa 16.000 Neuerkrankungen in Deutschland pro Jahr) liegt Magenkrebs an fünfter Stelle aller Krebserkrankungen. Er tritt zumeist in einem Alter über 50 Jahre auf. Als eine der wenigen Krebserkrankungen ist die Häufigkeit von Magenkrebs in Deutschland in den letzten Jahren zurückgegangen.


Weiterführende Informationen zu Magenkrebs

Wie entsteht Magenkrebs?

Als einer der Risikofaktoren gilt die Infektion mit Helicobacter pylori, einem Bakterium, das eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut verursacht und zu Magengeschwüren führen kann. Weitere Risikofaktoren sind eine nitrit- und nitratreiche Ernährung (Pökelsalze) sowie Zigarettenrauchen. Auch erbliche Faktoren können eine Rolle spielen.

Welche Beschwerden und Symptome treten bei Magenkrebs auf?

Da Magenkrebs im Frühstadium sehr wenige Beschwerden verursacht, wir er häufig erst in einem späten Stadium entdeckt. Die häufigsten Symptome sind Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, teilweise Übelkeit und blutigem Erbrechen. Unspezifische Beschwerden sind Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit.

Welche Untersuchungen sind notwendig?

Die Magenspiegelung ist dank moderner Geräte mit biegsamen Schläuchen viel weniger unangenehm, als viele Patienten befürchten. Hierbei kann aus verdächtigen Bereichen Gewebe entnommen (Biopsie) und feingeweblich unter dem Mikroskop untersucht werden. Die Untersuchung wird in unserem Haus unter einer Kurznarkose durchgeführt. Zur Bestimmung der Tumorausbreitung und des Stadiums werden weitere Untersuchungen wie Computertomographie, Endosonographie (Magenspiegelung mit Ultraschall) oder auch eine Laparoskopie (Spiegelung der Bauchhöhle in Narkose) durchgeführt.

Ist eine Operation alleine ausreichend?

Für die optimale und individuelle Therapie stellen wir im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenzen des CCCC (Charité Comprehensive Cancer Center) ein auf Ihre Situation zugeschnittenes Behandlungskonzept zusammen.

Bei örtlich begrenztem Magenkrebs die Operation mit dem Ziel der vollständigen Entfernung des Tumorgewebes die wichtigste Behandlungsmethode. Dies ist die entscheidende Voraussetzung für eine Heilung. Oft ist eine komplette Entfernung des Magens notwendig. Durch verschiedene Operationstechniken kann man eine Art Ersatzmagen aus Dünndarm  bilden.

Im frühen Stadien des Magenkrebses ist die Operation die einzige Option zur Heilung. In weit fortgeschrittenen Tumorstadien mit Streuherden können wir bei Komplikationen die Lebensqualität mit gezielten Maßnahmen verbessern. Schmerzen bei Streuherden können mit einer komplexen Schmerztherapie, Chemotherapie oder ggf. Bestrahlung gelindert werden. 

Häufig wird bei einem späteren Stadium der Erkrankung eine Chemotherapie, um das Wachstum des Krebses zu bremsen, notwendig. Bei kleinen Streuungsherden im Bauchfell bieten wir die Möglichkeit einer lokalen Chemotherapie des Bauchraumes, die HIPEC (hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion), an. 

 

Welche Risiken können bei einer Operation auftreten?

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff kann auch die Magenoperation bzw. die Entfernung des Magens mit Risiken und unerwünschten Nebenwirkungen behaftet sein. Durch das Fehlen des Magens kann es zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme kommen. Mit Hilfe unseres eng angegliederten Ernährungsteams hilft kann unseren Patienten beim Kostaufbau nach der Operation geholfen werden. Wichtig sind viele kleine Mahlzeiten über den gesamten Tag verteilt um die Nebenwirkungen zu minimieren. Am Anfang bieten wir auch unterstützend sogenannte Astronautenkost an um einen Gewichtsverlust zu vermeiden.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Es ist wichtig, nach einer erfolgreichen Therapie des Magenkrebses regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen durchzuführen. Die Kontrolluntersuchungen dienen dazu, unerwünschte Folgen der Behandlung und Rückfälle frühzeitig zu erkennen und zu behandeln oder die Wirkung einer Chemotherapie zu überwachen. Nach einer Operation werden sie zunächst alle drei Monate, nach zwei Jahren halbjährlich durchgeführt und umfassen in erster Linie körperliche Untersuchung und Ultraschall, ggf. auch eine CT-Untersuchung des Bauchraums.


Ihre Ansprechpartner

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PD Dr. med. Hendrik Seeliger

Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie


Kontakt zur Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

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CharitéUniversitätsmedizin Berlin
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