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01.07.2015

AWARE - multizentrische Studie zu oligosymptomatischen Narbenhernien (Operieren oder Zuwarten) geht in die zweite DFG-Förderphase

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Diese prospektiv-randomisierte klinische Multicenter-Studie vergleicht das Outcome von systematischer Beobachtung "watchful waiting" und Operation von asymptomatischen und oligosymptomatischen Narbenhernien.

Diese prospektiv-randomisierte klinische Multicenter-Studie (Evidenzniveau 1) vergleicht das Outcome von systematischer Beobachtung "watchful waiting" und Operation von asymptomatischen und oligosymptomatischen Narbenhernien.

Die Narbenhernie gehört zu den häufigsten Komplikationen in der Viszeralchirurgie und tritt in 20 % nach Laparotomien auf. Fast 50.000 Narbenhernienreparationen werden in Deutschland pro Jahr durchgeführt. Damit gehört die Versorgung der Narbenhernie zu den großen chirurgischen und gesundheitsökonomischen Herausforderungen in Deutschland.

Nach bisheriger chirurgischer Lehrmeinung wurde die Operation der Narbenhernie wegen des Risikos der Inkarzeration als die einzige sinnvolle Therapie angesehen. Das tatsächliche Risiko für die Inkarzeration ist an einer Population mit einer bestehenden Narbenhernie unter kontrollierten Bedingungen aber noch nie bestimmt worden. Neben dem Inkarzerationsrisiko fehlen auch weitere Daten über den Spontanverlauf von Narbenhernien (Risikofaktoren für eine Inkarzeration, Vergrößerung der Hernie, Entwicklung von Schmerzen oder Diskomfort). Komplikationen nach operativer Versorgung einer Narbenhernie wie z. B. Wundinfektionen oder Darmatonie sind nicht selten und sind mit einem deutlich verlängerten postoperativen Verlauf assoziiert. Daher sollte die Indikation zum Narbenhernienverschluss sorgfältig abgewogen werden und es lohnt der Vergleich zwischen Operation und systematischer Beobachtung.

Daher vergleicht die AWARE-Studie die systematische Beobachtung mit der Operation von a- oder oligosymptomatischen Narbenhernien. Die Studie ist eine von der DFG geförderte prospektiv-randomisierte Multicenter-Studie. Das Fallgeld für die beteiligten Prüfzentren beträgt 610 € + Ust. pro vollständig dokumentiertem Patienten. Das primäre Zielkriterium ist der Schmerz während normaler Aktivitäten als Folge der Hernie bzw. der Operation nach 2 Jahren Follow-up.

Weitere Informationen und Studienteilnahme

Kontakt

PD Dr. med. Johannes Lauscher

Stellv. Ltd. Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Postadresse:Hindenburgdamm 3012203 Berlin

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